Regionen

Bondoc

 

Die Arbeit auf der philippinischen Halbinsel Bondoc war das Einstiegsprojekt von IPON. Seit Herbst 2006 findet hier Menschenrechtsbeobachtung statt.

 

Die Bauern der lokalen Organisation KMBP sind u.a. wegen des Konflikts um die Durchsetzung der staatlichen Agrarreform Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Auf die rechtmäßige Forderung der Bauern und Bäuerinnen nach gerechter Verteilung des versprochenen Landes, wird von den Großgrundbesitzern u.a. durch den Einsatz von bewaffnetem Personal mit Übergriffen und Bedrohungen reagiert, wobei die zuständigen staatlichen Institutionen (Polizei, Militär und Justiz) ihrer Schutzfunktion nicht oder nur in sehr geringem Maße nachkommen. Zum Katalog dieser Schikanierungen zählen Morddrohungen, unbegründete Gerichtsklagen, Ernteverbote oder das unerlaubte Konfiszieren der Ernte; und auch Mord, wie ein jüngster Fall vom März 2008 auf schreckliche Weise beweist.

 

Im Jahr 2008 sowie im Jahr 2009 wurde das Mandat für IPON-MenschenrechtsbeobachterInnen in Bondoc für ein weiteres Jahr verlängert.

 

Negros

 

Der Konflikt auf der Insel Negros (Visayas-Inselgruppe) ist ähnlich ausgerichtet wie der auf Bondoc. Auch hier geht es um die Durchsetzung der Agrarreform. Die begünstigten Bauern und Bäuerinnen sind in diesem Fall aber ArbeiterInnen auf großen Zuckerrohrplantagen. In vielen Fällen haben sie bereits ihre Landtitel erhalten, haben jedoch noch keine Kontrolle über das Land. Der Machteinfluss der Zuckerbarone zieht sich bis in hohe Etagen des Staatsapparates und wirkt auf die politischen Entscheidungsträger.

 

In der Region Negros Occidental wird IPON auf Anfrage der Gruppe Task Force Mapalad (TFM) aktiv. Diese Organisation unterstützt Arbeiter auf den Plantagen bei der Einforderung ihrer Rechte und organisiert diese. Die Mitarbeiter von TFM sind Attacken und Bedrohungen von Seiten der (ehemaligen) Landbesitzer ausgesetzt. Sie erhalten Morddrohungen oder werden durch bewaffnete Männer oder Barrieren daran gehindert, die Plantagen zu betreten und mit den Bauern in Kontakt zu treten. Seit 2001 wurden 11 Mitglieder der Organisation umgebracht.

 

Die Anfrage nach Menschenrechtsbeobachtung auf Negros besteht seit Dezember 2007. Im Sommer  2008 wurde von IPON ein Vorstudie durchgeführt, um zu überprüfen, ob eine Etablierung des Instruments im Falle von der MenschenrechtsverteidigerInnenorganisation (TFM) möglich ist. Die Studie ergab, dass die Instrumente von IPON eine sinnvolle Unterstützung sind, die Menschenrechtssituation in betreffenden Region zu verbessern. Sei Juli 2009 sind permament MenschenrechtsbeobachterInnen vor Ort.

Beobachter werden

IPON basiert auf der Arbeit von internationalen BeobachterInnen, die für einen Zeitraum von sieben Monaten mit IPON selbstständig in den Konfliktregionen arbeiten. Hinweise zur Bewerbung unter folgendem Verweis:

 

Bewerbung