Aufgaben

    Das Aufgabenfeld als MenschenrechtsbeobachterIn richtet sich an unseren Schlagwörtern präsent sein, begleiten, beobachten sowie informieren und handeln aus.

     

    Auf den Philippinen

    Wichtig ist, dass es sich bei der Arbeit als MenschenrechtsbeobachterIn nicht um Entwicklungshilfe handelt. Die Aufgabe eineR BeobachterIn ist es nicht, den zu begleitenden Personen oder Gruppen direkt (z.B. durch aktive Teilnahme an Protesten) oder durch strategische bzw. inhaltliche Beratung zu helfen. Das verstehen wir als Nichteinmischung in die vorliegenden Konflikte (z.B. der Konflikt zwischen Landbesitzer und Bauern und Bäuerinnen) bzw. in die Selbstverantwortlichkeit und Selbstbestimmung der Gruppierungen vor Ort. Ein Teil deiner Arbeit besteht aus der gezielten Begleitung und Beobachtung der Gruppierungen vor Ort und der genauen und unabhängigen Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen. In Absprache und Zusammenarbeit mit IPON in Deutschland ist der zweite Teil der Arbeit die Erstellung von Berichten, Artikeln und Falldokumentationen sowie der strategische Einsatz dieser für Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland und im Dialog mit den philippinischen staatlichen Stellen vor Ort.

     

    Nach der Rückkehr

    Die Arbeit von IPON beruht auf dem Wirken und der Zusammenarbeit aller Leute im Projekt. IPON ist ehrenamtlich organisiert. Deshalb ist für uns die Mitarbeit zurückkehrender BeobachterInnen besonders wichtig. Jegliche Mitarbeit in unserem Projekt ist äußerst hilfreich um das Projekt gut durchzuführen und auch weiterentwickeln zu können. Zurück in Deutschland bist du auch deshalb besonders wichtig, um deine Beobachtungen an die Öffentlichkeit weiterzugeben. Pressearbeit und Vorträge sind da nur zwei Vorschläge.

     

    Du wirst nach deiner Rückkehr an einem Rückkehrertreffen teilnehmen, welches dir eine Evaluation deiner Erlebnisse und den Einstieg in die weitere Mitarbeit bei IPON ermöglichen wird.

     

     

    Eindrücke aus unserem Projekt gegen Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidiger_innen

    Fernseh-Beitrag im RBB: "Menschenrechtstour - Mit Brandenburger Politiker auf den Philippinen" (Okt. 2016)

     

    Eindrücke von ehemaligen Menschenrechtsbeobachter_innen

    Radio-Beitrag im SWR: "Ameisen gegen Goliath: Menschenrechtsbeobachtung auf den Philippinen" (Nov. 2015)

     

    Artikel zum Konzept der Menschenrechtsbeobachtung: "Der nachhaltige Weg: Menschenrechtler*innen stärken – Menschenrechte schützen" (Dez. 2015)

    Beobachter werden

    IPON basiert auf der Arbeit von internationalen BeobachterInnen, die für einen Zeitraum von 6 oder 12 Monaten mit IPON selbstständig in den Konfliktregionen arbeiten. Weiterführende Informationen und Hinweise zur Bewerbung unter folgenden Verweisen:

    Bewerbung

    Entsendeprogramme

    IPON entsendet seit 2006 MenschenrechtsbeobachterInnen über ein eigenes Entsendeprogramm.

     

    Seit 2011 bietet IPON zudem einen Freiwilligendienst, gefördert durch das weltwärts-Programm des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), an. Dieser bietet die Möglichkeit, die Instrumente der Menschenrechtsbeobachtung als Alternative zur klassischen entwicklungspol. Arbeit kennen zu lernen und zu erproben. Im Anschluss an den Freiwilligendienst bietet sich die Möglichkeit weiterhin bei IPON aktiv zu sein.